Blutegelbehandlung

Blutegelbehandlung
Blutegelbehandlung

Egel – Ekel – Blutegel..?

Viele Menschen haben diese Assoziationen, wenn sie den Begriff „Blutegel“ hören. Dabei sind diese hilfreichen Tiere eine medizinische Wohltat und werden völlig zu Unrecht mit Argwohn bedacht. Das Wort „Egel“ stammt aus der griechischen Sprache und leitet sich von dem Wort „echis“ ab und heißt „kleine Schlange“. (Das Wort „Igel“ kommt auch daher). Biologisch gehört der Blutegel zu den Ringelwürmern, daher kommt vielleicht die Verbindung.

Es gibt ungefähr 600 verschiedene Blutegelarten, medizinisch werden nur zwei bestimmte verwendet.
Sie werden in Blutegelfarmen unter hygienischen Bedingungen gezüchtet, nur ein einziges Mal angesetzt und gelten offiziell als Medizinprodukt.

Der Speichel des Blutegels enthält ca. 100 verschiedene, medizinisch wirksame Substanzen, von denen 30 bisher erforscht sind. Das bekannteste ist das Hirudin, ein Eiweiß, das eine blutverdünnende Wirkung hat. Das Sekret enthält auch antientzündliche, schmerzstillende und heilende Inhaltsstoffe. Vor allem in der Schmerztherapie haben sich die Egel bewährt, sie werden auch zur Wundheilung eingesetzt.

Diese werden während des Saugens an den Wirt abgegeben. Der Biß des Egels ist kaum zu spüren und er saugt in 20 bis 30 Minuten bis zum 10 fachen seines Körpergewichtes Blut. Der eigentliche Effekt ergibt sich aber aus der erwünschten Nachblutung, die durch die blutverdünnenden und gerinnungshemmenden Substanzen ausgelöst wird.

Bei Venenerkrankungen, Gelenkarthrosen an Knien und Ellenbogen, rheumatischen Erkrankungen, Schmerzsyndromen, Durchblutungsstörungen und Abszessen hat sich der Biß des kleinen Tieres als heilsam erwiesen.

Wenn Sie mehr über die Blutegelzucht erfahren wollen, hier ein Link: www.blutegel.de